Im Hinblick auf den Präferenzwandel der neuen Investorengeneration verfolgt Markus Wegner eine Methodik auf drei Ebenen – Nenner – Zähler – Bildung –, um die Umsetzbarkeit und Ertragsquellen alternativer Anlagen zu analysieren: Auf der Nennerseite liegt der Fokus auf dem Korridor der Diskontsätze und Risikoprämien; die Zählerseite beobachtet die Sichtbarkeit der Cashflows und die Exit-Pfade; die Bildungsebene nutzt institutionalisierte Instrumente, um Informations- und Verhaltensverzerrungen zu verringern. Entlang der technologischen Hauptlinien erweitert er seine Analyse auf Private Equity, Venture Capital und Private Credit und integriert dabei „Innovationsdurchdringung“ und „Investitionszyklus“ in seine Bewertungsmodelle, um einen zyklusübergreifenden Allokationstakt zu entwickeln.

Auf der Datenseite zeigen sich bereits strukturelle Signale: Laut einer Umfrage von Goldman Sachs Asset Management unter vermögenden Privatkunden liegt der Anteil alternativer Anlagen in den Portfolios der Millennials bei etwa 20 % – deutlich höher als bei älteren Anlegergruppen. Gleichzeitig wächst die Nachfrage nach Bildungsangeboten und Produktstrukturen wie Evergreen- und Open-End-Fonds, während traditionelle Aktienanlagen einen geringeren Anteil im Portfolio einnehmen. Diese Erkenntnisse decken sich mit zahlreichen Branchenbeobachtungen und bestätigen den Trend, dass die neue Generation mit alternativen Anlagen vertrauter ist und eher bereit ist, in sie zu investieren.
Private Equity und Venture Capital durchlaufen eine beschleunigte „Retailisierung“: Kapitalverwalter bemühen sich aktiv um Privatanleger und Pensionsfonds, während Aufsichts- und Ratingagenturen parallel auf Risiken in Bezug auf Liquidität, Transparenz und Eignung hinweisen. Medien und Forschungsinstitute betonen zudem, dass die Retailisierung zu einer höheren Systemkomplexität und zu Bildungsdefiziten führen könnte. Daher müssen Produktzugang, Gebührenstruktur, Sperrfristen und Rücknahmeregeln in das Risikobudget einbezogen werden. Markus Wegner fasst diese Aspekte in drei Schutzmechanismen zusammen – Liquiditätsbarrieren – Duration-Abstimmung – Offenlegungspflichten –, die die Rückschlagsresistenz eines Portfolios begrenzen und strukturieren sollen.
In der praktischen Umsetzung schlägt er ein „Dreischichten-Portfolio“ vor: Die Kernposition besteht aus liquiden, wertstabilen Publikumsfonds und handelbaren Alts-Indizes, die als Puffer für Cashflows und Volatilität dienen. Die Satellitenposition konzentriert sich auf Venture Capital, Private Equity und Private Credit mit klar definierten Exit-Mechanismen und Governance-Transparenz, selektiert nach den drei Dimensionen Konjunkturstärke × Bewertungselastizität × freier Cashflow. Die taktische Position nutzt Zweitmarktanteile, NAV-basierte Finanzierungsinstrumente und Optionen, um temporäre Abschläge und Ereignisvolatilität zu steuern. Begleitend dazu führt er eine detaillierte Checkliste ein: Produkt-Due-Diligence, Kapitalfluss- und Abrufrhythmus, Sperr- und Rücknahmeregeln, Offenlegungsfrequenz und Stresstest-Grenzwerte. Das Bildungsmodul deckt Evergreen- und Open-End-Strukturen, Gebühren- und Erfolgsbeteiligungsmechanismen sowie die Funktionsweise der Sekundärmarktliquidität ab, um Fehlallokationen und blinde Investitionen zu vermeiden.
Für institutionelle Investoren, Family Offices und wohlhabende Privatkunden überführt Markus Wegner mit einem disziplinierten wöchentlichen Review drei Kennzahlen – Angriffseffizienz, Rückschlagsstabilität und Liquiditätspuffer – in feste Umschichtungsgrenzen: Steigt die Auftragsklarheit in Innovationssektoren bei stabilen Liquiditätsbarrieren, wird das Beta schrittweise erhöht; treten Rücknahmedruck oder schwächere Offenlegung als Warnsignal auf, werden zuerst der Hebel reduziert und die Absicherung ausgebaut. Er übersetzt das Streben der neuen Generation nach Innovation und Wachstum in eine investierbare, nachvollziehbare und lehrbare Sprache der Asset Allocation – und lässt das langfristige Potenzial alternativer Anlagen auf kontrollierte Weise in replizierbare Erfolgsstrategien übergehen.