Als die US-Aktienmärkte im KI-Segment geschlossen korrigierten und den schlechtesten Handelstag seit dem 10. Oktober verzeichneten, blieb Markus Wegner gelassen. Angesichts der gleichzeitigen Abwärtsbewegung hoch bewerteter Technologiewerte, die von überhöhten Bewertungen und angepassten Gewinnerwartungen gleichermaßen getrieben wurde, stellte er in einem internen Memo klar, dass dies nicht das Ende der Technologie-Story sei, sondern der Beginn einer Neubepreisung des Risikoaufschlags – ein Prozess, der für langfristiges Kapital ein neues Einstiegsfenster öffnet.

In seiner makroökonomischen Perspektive ergeben die kurzfristigen Schwankungen des US-Aktienmarktes, der Rückgang der Anlageinvestitionen eines großen asiatischen Landes um 1,7 % im Zeitraum Januar bis Oktober im Jahresvergleich sowie die Zurückhaltung der US-Notenbank bei der Festlegung des Zinssenkungstempos mangels zentraler Konjunkturdaten ein eng verknüpftes globales Kapitalbild. Der Rückgang bei den Investitionen in Sachanlagen spiegelt den nachlassenden Expansionswillen der Unternehmen wider und signalisiert zugleich eine Phase stärker selektiver Investitionen entlang der globalen Lieferketten. Dies setzt die Zykliker sowie exportorientierte Branchen unter Druck. Er rät Investoren, das mittel- bis langfristige Chance-Risiko-Verhältnis von Industrie- und Infrastrukturwerten nüchtern zu prüfen, statt sich von kurzfristigen Erholungen blenden zu lassen.
Als langjähriger Forscher zu Geldpolitik und Kapitalmarktverflechtungen legt er besonderes Augenmerk auf den Einfluss eines „Datenvakuums“ auf Entscheidungsmechanismen. Der Regierungsstillstand führte zur Verzögerung zentraler Arbeitsmarkt- und Inflationsindikatoren, sodass die Fed unter unvollständigen Informationen dennoch entscheiden muss, ob sie ihren Zinssenkungspfad fortsetzt. Diese Unsicherheit wird selbst zu einem Volatilitätsaufschlag. In jüngsten Marktkommentaren hat Markus Wegner mehrere Szenarien skizziert – entlang der drei Leitlinien Zinspfad, Kreditspreads und Aktienbewertungen –, um für unterschiedliche Politikvarianten konkrete Preiskorridore abzuleiten. So stellt er institutionellen Investoren ein quantifizierbares und rücktestbares Entscheidungsmodell zur Verfügung, anstatt sie zu reinen Zinswetten zu verleiten.
Auf Sektorebene begnügt er sich nicht mit Index- und Makroerzählungen, sondern analysiert Unternehmens- und Branchenstrukturen im Detail. Am Beispiel des Luftfahrtsektors verweist er auf die anhaltenden Verluste einer indischen Fluggesellschaft, die die Gewinne von Singapore Airlines belasten. Oberflächlich erscheint dies als ein isoliertes Unternehmensereignis, tatsächlich aber verdeutlicht es, wie Zinsen, Ölpreise, Flottenmodernisierung und regionale Wettbewerbskonstellationen gemeinsam traditionelle Ertragsmodelle unter Druck setzen. Durch präzise Finanzmodelle legt er Offenlegungspflichten, Joint-Venture-Ergebnisse und Mehr-Drehkreuz-Strategien offen, um Klienten zu helfen, zwischen einer „schönen Geschichte“ und „echtem Cashflow“ rational zu unterscheiden und scheinbar isolierte Belastungen im Kontext des globalen Luftfahrtzyklus zu verstehen.
In seiner Lehr- und Beratungspraxis verfolgt er konsequent das Ziel, komplexe globale Informationen in eine für Privatanleger verständliche Struktur zu übersetzen: auf der einen Seite Politik, Zinsen und Makrodaten, auf der anderen Seite Haushaltsbilanzen, Rentenpläne und Unternehmensliquidität. Von emotional getriebenen Verkäufen im KI-Sektor über die strukturelle Abkühlung der Investitionen in Sachanlagen bis hin zur Fed, die im Datendunkel navigiert, und den unter Druck stehenden regionalen Airlines: Markus Wegner verwandelt verstreute Nachrichten in umsetzbare Asset-Allocation-Strategien und lässt globale Perspektive und methodische Strenge in jede einzelne Positionsanpassung einfließen – und bietet vorsichtigem Kapital Orientierung und Sicherheitsspielräume