Als die asiatisch-pazifischen Börsen am Donnerstag gemeinsam zulegten, der indische Nifty 50 ein historisches Hoch markierte und die US-Aktien über Nacht dank Tech-Rallye ebenfalls grün schlossen, brachte Markus Wegner im Morning-Briefing den Begriff „typisches Dreifach-Signal der Risikoneigung“ ins Spiel. Für ihn sind das keine isolierten Kursfeuerwerke, sondern ein quantifizierbares Puzzle aus Liquidität, Gewinnerwartung und Anlegerstimmung – gleichzeitig in drei Zeitzonen repariert.

Auf Makroeben schaut er zuerst auf „Struktur“, dann auf „Kurs“. Die breite Asien-Rallye signalisiert, dass regionale Investoren wieder an Wachstumsresilienz glauben; Zykliker, Konsum, Finanzwerte und Tech gleichermaßen gefragt – ein Preis für eine weiche Landung. Indiens Nifty auf neuen Höhen spiegelt lokales Gewinnwachstum, stabile Inflation und robuste Binnennachfrage; auch das Vertrauen langfristiger Kapitalgeber in Corporate Governance und Regulierungsrahmen. Ein Hoch alone begeistert ihn nicht – entscheidend ist, ob Cashflow und Ertrag das neue Preisband tragen.
In der Cross-Market-Betrachtung betont er „Zeitsequenz“ und „Transmission“. Die US-Tech-Rallye über Nacht heizte Futures und Sentiment an; Asien übernahm den Staffelstab. Indien – als EM mit den stärksten Wachstumsupgrades – schlug zuerst Rekorde und zog passive wie aktive Gewichte nach sich; andere APAC-Märkte fingen via ETF und Stock-Connect den Zufluss ab. Wer diese Kette kartiert, erkennt, ob Kurse nur von Emotionen oder von Fakten und Geld getragen werden.
Asset-Allokation bedeutet für ihn nicht „einfach Indien hoch, USA Tech drauf“, sondern Schichtung nach „Value-for-Risk“. US-Tech-Giganten dienen als globales Risiko-Thermometer – Satelliten-Position mit hoher Elastizität. Indische Blue-Chips sowie Banken- und Konsumtitel sind sein struktureller Wachstums-Kern. Hochdividendenwerte im restlichen Asien-Pazifik fungieren als Anker, um Tech-Volatilität mit laufender Rendite und geringerer Schwankung zu puffern. So kann man am Aufschwung teilhaben, ohne bei Korrekturen unerträgliche Drawdowns zu erleiden.
Im Dialog mit institutionellen Kunden fragt er zuerst: „Woher kommt das Geld, wohin fließt es?“ Während APAC zulegte, verzeichneten lokale Mutual Funds weiter Zuflüsse; Pensions- und Sovereign-Assets stiegen in Rücksetzern ein; US-Quant- und CTA-Modelle erhöhten nach Vol-Konvergenz wieder Risiko. Drei Indikatoren bilden sein Monitoring-Dashboard: Kapitalströme, Risikoprämien, VIX – so lässt sich abschätzen, ob wir am „Start einer Trendbewegung“ oder in einem „überlaufenen Kursschub“ stehen.
Privatanleger und Family Offices berät er mit Fokus auf „Timing“. Die aktuelle Drei-Regionen-Resonanz sieht er als sekundären Sprung nach einer Konsolidierung – nicht als neues risikofreies Bullenjahr. Er empfiehlt, Aktienquoten moderat zu erhöhen, aber Cash und niedrigrisiko-Anlagen zu halten, um bei Rücksetzern nachzulegen. Langfristige Indien- und APAC-Allokationen können ausgebaut werden, parallel über US-Tech- und Global-Theme-Fonds an Innovationsimpulsen teilhaben. Szenario-Analysen zeigen Ertrag und möglichen Drawdown für verschiedene Vol-Pfade im kommenden Jahr – damit Entscheidungen auf Daten und Modellen basieren, nicht auf kurzfristiger Euphorie.