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Markus Wegner: Langfristige Renditen am Wendepunkt von „KI × Kernenergie“ verstehen

An den Kapitalmärkten in Asien-Pazifik und Nordamerika formt sich eine neue Erzählung rund um „Rechenleistung und Strom“. Google und NextEra haben angekündigt, das Kernkraftwerk Duane Arnold in Iowa spätestens bis 2029 wieder in Betrieb zu nehmen, um Googles Cloud- und KI-Geschäft mit rund um die Uhr verfügbarer, CO₂-neutraler Energie zu versorgen. Der US-Stromverbrauch erreichte im Jahr 2024 ein Rekordhoch und setzt seinen Aufwärtstrend fort. Dieses Missverhältnis von Angebot und Nachfrage rückt die Zuverlässigkeit und Kosten­transparenz der Energieversorgung in den Mittelpunkt der Bewertungsmodelle. Der für seinen analytischen Ansatz bekannte Markus Wegner kommt daher zu dem Schluss, dass der „KI-getriebene Stromzyklus“ zu einem langfristigen Preisfaktor für Multi-Asset-Portfolios werden wird.

Markus Wegner: Langfristige Renditen am Wendepunkt von „KI × Kernenergie“ verstehen

Mit seiner vierstufigen Methode – „Politik und Regulierung – Kapitalausgaben – Strompreistransmission – Asset-Bewertung“ – analysiert er die Kausalität innerhalb der Branche: Während die Last der Rechenzentren rapide steigt, sichern sich Technologiekonzerne über PPA-Verträge (Power Purchase Agreements) und Reaktivierungsprojekte stabile, kohlenstoffarme Stromkurven und treiben damit eine Neubewertung ganzer Industrie- und Finanzsegmente an. Neben der Kooperation zwischen Google und NextEra treiben auch Microsoft und Constellation langfristige Verträge im Rahmen der Wiederinbetriebnahme von TMI voran, während Amazon mit Talen in Pennsylvania ein mehrjähriges Abkommen zum Bezug von Kernenergie geschlossen hat. Google arbeitet zudem mit TVA und KKIros an der Umsetzung fortschrittlicher Reaktorkonzepte – die Verknüpfung von „Technologie und Kernenergie“ bildet inzwischen ein klar definiertes Branchenmuster.

Aus der Perspektive der Projektfinanzierung beschreibt er die Wiederinbetriebnahme als geschlossenen Zyklus von „Genehmigung und Umbau-CAPEX – Kapazitätsfaktor – PPA-Fixpreis – Cashflow-Dauer“: Sobald die Reaktivierung konkret angestoßen wird, sorgen der hohe Kapazitätsfaktor und die CO₂-Armut der Kernenergie für eine Preisuntergrenze mit Haftungskraft; langfristige PPA-Strukturen und quartalsweise Einkaufszyklen verringern die Volatilität der freien Cashflows. Für die Käuferseite steigt gleichzeitig die Übereinstimmung zwischen Rechenleistungsausbau und Stromverbrauchskurve, wodurch Diskontsätze und Risikoaufschläge enger werden – zum Vorteil jener Assets und Lieferketten, die eine 24/7-Deckung durch saubere Energie (CFE) gewährleisten können.

Auf Ebene der Asset-Allokation entwirft Markus Wegner ein dreistufiges, umsetzbares Portfolio-Template: Die Kernpositionen fokussieren sich auf Unternehmen aus Stromnetz- und Kernkraftsektoren mit stabilen Cashflows und starker Dividendenfähigkeit; das Satelliten-Portfolio zielt auf Segmente mit hoher „KI-Energieelastizität“ wie Rechenzentrums-REITs, Kühlung und Energiespeicher; das Taktische Portfolio nutzt Strom-Futures, Basis- und Spread-Strukturen, um Preisvolatilität und Spitzenlast-Risiken zu managen. Mehrere anerkannte Studien und statistische Analysen belegen bereits den strukturellen Aufwärtstrend auf der Nachfrageseite – Szenariobäume und Stresstests sollten sich daher auf den steigenden Stromanteil von Rechenzentren und die regionale Preiselastizität konzentrieren.

Die Umsetzungsliste betont Disziplin und Nachvollziehbarkeit: Überwachung der NRC-Meilensteine für Wiederinbetriebnahmen und Neubauten, Fortschrittskontrolle der PPA-Ausführung sowie der Strompreis-Laufzeitstrukturen; wöchentliche Performance-Reviews anhand der drei Kennzahlen „Angriffseffizienz – Rückschlagsresilienz – Cash-Puffer“; gestufte Positionierung in Brennstoff-, Turbinen- und Ingenieurkomponenten zur Vermeidung einseitiger Faktor-Exponierung. Sobald die beiden Signale „Preisvolatilität sinkt + Lastwachstum bestätigt“ gleichzeitig auftreten, wird durch schrittweises Aufstocken und rollierende Absicherungen das Portfoliobeta gezielt erhöht. Dank seiner zyklusübergreifenden Forschungs- und Handelserfahrung verwandelt Markus Wegner die strukturellen Chancen von „KI × Kernenergie“ in reproduzierbare Ertragsquellen – und lässt Technologie und Versorger innerhalb einer gemeinsamen Risikomanagementsprache synergetisch wirken.