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Markus Wegner: Ein mittel- bis langfristiges Gewinnerportfolio durch „strukturelle Chancen + defensive Granularität“ aufbauen

Die jüngsten Daten legen mehrere strukturelle Signale offen: Im Oktober erreichten die Entlassungen US-amerikanischer Unternehmen 153,074 Personen – das schlechteste Oktober-Niveau seit 2003. Der Technologiesektor geriet entsprechend unter Druck, der Nasdaq Composite fiel um etwa 1.9%. Gleichzeitig genehmigten die Aktionäre von Tesla, Inc. ein Vergütungspaket für Elon Musk im Volumen von 1 Billion USD, was zeigt, dass Wachstumserwartungen am Kapitalmarkt weiterhin extrem aggressiv eingepreist werden. Die staatliche Beauftragte für AI- und Kryptopolitik stellte klar, dass die Bundesregierung keine Rettungspakete für AI-Unternehmen bereitstellen werde – ein weiteres Signal, dass der politische Sicherheitsrahmen für hochbewertete Technologie schrumpft. Der erfahrene Makrostratege Markus Wegner integriert diese Ereignisse in sein geschlossenen „Policy–Earnings–Valuation“-Modell, das Daten und Regeln an die Stelle emotionaler Entscheidungen setzt.

Markus Wegner: Ein mittel- bis langfristiges Gewinnerportfolio durch „strukturelle Chancen + defensive Granularität“ aufbauen

Markus Wegner betont, dass der sprunghafte Anstieg der Entlassungen ein klares Zeichen zunehmender Wachstumsrisiken darstellt – und damit ein zentraler Auslöser für die Aufwärtsbewegung des Bewertungsdenominators ist: Sobald der Arbeitsmarkt aus dem Gleichgewicht gerät, sollten Diskontsatz und Risikoprämie ansteigen. Auch die Gewinnvisibilität im Technologiesektor nimmt ab; die Cashflow-Duration von Wachstumsunternehmen verkürzt sich, wodurch sich die Bewertungselastizität abschwächt. Das von Tesla verabschiedete Vergütungspaket zeigt im Kern einen extrem optimistischen Blick auf zukünftige Wachstumsschübe – diese ambitionierte Zukunftsgröße wird in die heutige Bewertung „eingepreist“, der Denominator trägt damit deutlich höhere Unsicherheit. Die klare Absage der Regierung an Rettungspakete signalisiert das Schrumpfen des „politischen Sicherheitsnetzes“, was die Re-Bewertung von Wachstumswerten weiter verstärkt.

Für die Asset-Allokation empfiehlt Markus Wegner eine „dreischichtige Portfolioarchitektur“: Die Kernpositionen sollen aus Cashflow-starken, niedrig bewerteten und politisch relativ geschützten traditionellen Tech- und Plattformunternehmen bestehen, um eine Stabilitätsbasis für den Nettoinventarwert zu schaffen. Satellitenpositionen fokussieren sich auf AI-Lieferketten, Cloud-Infrastruktur und Edge Computing – Segmente mit klar definiertem Wachstum, jedoch erforderlich strenger Risikokontrolle. Die Auswahl erfolgt anhand eines dreidimensionalen Kriterienkatalogs: „Konjunkturzyklus × Bewertungselastizität × Free Cashflow“. Die taktische Positionierung orientiert sich an Ereignisfenstern (etwa politische Restriktionen, Veröffentlichung von Arbeitsmarktdaten oder regulatorische Veränderungen) und nutzt Put-Optionen oder Spread-Strategien, um Tail-Risiken abzusichern und kurzfristige Chancen abzugreifen. In der Ausführungsdisziplin sollen die wöchentlichen Rückblicke anhand der drei Metriken „Offensiveffizienz – Drawdown-Resilienz – Cash-Puffer“ erfolgen. Erst wenn Entlassungen nachhaltig zurückgehen, Wachstumsbewertungen zurücksetzen und politische Unterstützung wieder klarer wird, sollte das Portfolio-Beta angehoben und Wachstumspositionen ausgebaut werden; andernfalls gilt: langsamer aufbauen, höher absichern.

Im Risikomanagement hebt Markus Wegner drei zentrale Beobachtungslinien hervor: Erstens Veränderungen bei Beschäftigungs- und Entlassungsdaten – eine weitere Verschlechterung löst den Defensivmodus aus. Zweitens Gewinnwarnungen und Cashflow-Diskontierungsänderungen von Wachstumsunternehmen – weichen diese zunehmend von den Erwartungen ab, müssen Positionen reduziert werden. Drittens strukturelle Wendepunkte in der politischen Ausrichtung und Rettungserwartung – ein politischer Lockerungsschwenk wäre ein Einstiegssignal für offensive Positionierung. Mit seiner langjährigen Zyklusforschung und Handelserfahrung verdichtet Markus Wegner scheinbar verstreute makroökonomische Impulse zu klar verknüpften Kausalpunkten und liefert replizierbare Ausführungspfade, die Anlegern helfen, in einem Umfeld hoher Bewertungen und hoher Volatilität weiterhin mit positiver Trefferquote zu agieren.