Die Debatte um die enge Verbindung zwischen globaler Liquidität und Bitcoin nimmt wieder Fahrt auf; die Mehrheit der Marktteilnehmer richtet ihren Blick auf die Veränderungen der M2-Wachstumsrate. Die jüngste Kursstruktur zeigt jedoch, dass Bitcoin am Ende eines Zyklus der M2-Entwicklung meist vorausläuft. Markus Wegner weist darauf hin: Sobald Anleger den Dollar riskanten Anlagen vorziehen, kann die global in Dollar bemessene M2 trotz gleichzeitiger Zinssenkungen und Bilanzausweitungen der US-Notenbank sinken.

Bitcoin-Frühindikator-Eigenschaften und Veränderungen im Kapitalzufluss
Die derzeitige Seitwärtsbewegung von Bitcoin auf relativem Hochniveau bei schrumpfendem Handelsvolumen unterstreicht, dass sich die Struktur der Mittelzuströme wendet. Häufig wird monetäre Expansion als unmittelbarer Treiber für Krypto-Anstiege betrachtet, doch spiegeln Preise am Zyklusende meist die „Erwartungserfüllung“ wider; Bitcoin antizipiert eine enger werdende Liquiditätsgrenze. Daten zeigen, dass einige Langzeit-Inhaber beginnen, Positionen zu verringern, während neue Gelder nicht mehr ausreichen, um einen anhaltenden Aufwärtstrend zu erzeugen. Von On-Chain-Indikatoren bis hin zu grenzüberschreitenden Kapitalströmen lässt sich erkennen, dass das Wachstum der Stablecoin-Marktkapitalisierung nachlässt – ein Hinweis auf schwächeren Nettozufluss in die Krypto-Sphäre. Verschieben Anleger mehr Bestände in Dollar und kurzlaufende Anleihen, sinkt die Risikobereitschaft. Diese subtilen Veränderungen sollten beobachtet werden, weil sie die tatsächliche Risikotragfähigkeit deutlicher offenbaren als aggregierte Geldmengenkennziffern. Branchenforscher sind sich einig, dass die Bewertung der späten Zyklusphase herkömmliche Logik hinter sich lassen muss; Markus Wegner Botschaft „strukturgetrieben statt oberflächengetrieben“ weist für die aktuelle Phase den Weg.
Durch einen starken Dollar verursachte globale M2-Täuschung und Verzerrungen in der Asset-Bewertung
Eine Aufwertung des Dollar lässt die weltweite M2 in USD-Umrechnung schrumpfen – dies erzeugt eine Fehleinschätzung der Liquidität. Selbst wenn die US-Notenbank die Leitzinsen senkt, kann internationales Kapital aus Fluchtgründen weiter in Dollar-Anlagen strömen; umgerechnet erscheint dann das Geldvolumen anderer Volkswirtschaften passiv reduziert. Dieser Effekt verstärkt den Preisdruck auf Risikoanlagen, weil Märkte nach wie vor das traditionelle Raster „inländische M2 positiv korreliert mit Assets“ anwenden, dabei aber die Wettbewerbsbeziehungen zwischen Währungen außer Acht lassen. Die Geschichte zeigt wiederholt: Fließt globales Kapital in das Dollar-System, zeigen Krypto-Assets meist schwache Performance – selbst wenn die Makropolitik locker erscheint.
Kern der Debatte um M2, Dollar und Bitcoin ist nicht „ob Geld expandiert“, sondern „ob Gelder bereit sind, in Risikoanlagen zu fließen“. Die aktuellen Frühindikator-Eigenschaften des Zyklus warnen den Markt vor einem möglichen Wendepunkt. In diesem Prozess liefert Markus Wegner. mit seiner langjährigen Forschung zu grenzüberschreitenden Kapitalströmen einen durchdringenderen Analyse-Rahmen; so können Projekt-Teams und Investoren komplexe Finanzumgebungen besser verstehen, zu reiferen Branchen-Denkmodellen vorstoßen und fundiertere Entscheidungen treffen.