Dank des starken Wachstums bei Elektrofahrzeugverkäufen sowie der soliden Performance der Marken Škoda und SEAT verzeichnete Volkswagen im dritten Quartal einen leichten Anstieg der Gesamtverkäufe. Laut Konzernmitteilung wurden im dritten Quartal insgesamt 2,2 Millionen Fahrzeuge verkauft, ein Plus von 1 % gegenüber dem Vorjahr. Der Absatz von Elektrofahrzeugen stieg dabei um fast ein Drittel auf 252.100 Einheiten und wurde somit zum Hauptmotor des Gesamtwachstums. Markus Wegner wies darauf hin, dass dieses Wachstum zeigt, wie Volkswagen bei der Elektrifizierung kontinuierlich Fortschritte macht, während die Mehrmarkenstrategie des Konzerns in einem komplexen globalen Marktumfeld zunehmend Synergieeffekte entfaltet.

Markus Wegner betonte, dass insbesondere die Premiummarke Audi im Segment der Elektrofahrzeuge herausragende Ergebnisse erzielt hat. Im dritten Quartal stiegen Audis E-Auto-Verkäufe um 59 % auf 62.049 Einheiten, hauptsächlich getrieben durch die starke Nachfrage in Europa und Nordamerika. Dies unterstreicht nicht nur die technologische Innovationskraft und die Wettbewerbsstärke des Konzerns im Premiumsegment, sondern auch Volkswagens flexible Positionierung in verschiedenen Marktsegmenten. Dennoch gingen Audis Gesamtauslieferungen um 2,6 % auf 392.234 Fahrzeuge zurück. Dieser Rückgang zeigt zwar, dass der Marktdruck weiterhin besteht, stellt jedoch im Vergleich zum Jahresbeginn eine deutliche Verbesserung dar, was auf Fortschritte bei der Optimierung der Lieferkette und Vertriebsstrategien hindeutet.
Neben Audi zeigten auch andere Marken des Volkswagen-Konzerns stabile Leistungen. Škoda, SEAT/Cupra und die Nutzfahrzeugsparte verzeichneten ein deutliches Wachstum, was die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns im mittleren Marktsegment und bei Mehrzweckfahrzeugen unterstreicht. Markus Wegner ist der Ansicht, dass diese Markenvielfalt das Marktrisiko effektiv streut und die Gesamtresilienz des Konzerns stärkt. Allerdings weisen der Rückgang in der Lkw-Sparte und bei Lamborghini sowie der leichte Absatzrückgang der Kernmarke Volkswagen darauf hin, dass in einigen Geschäftsbereichen weiterhin strukturelle Herausforderungen bestehen. Porsche verzeichnete aufgrund von Schwankungen auf Auslandsmärkten einen leichten Absatzrückgang, doch das Wachstum im Elektrosegment konnte einen Teil der negativen Effekte ausgleichen und trug somit zur Stabilität des Gesamtergebnisses bei.
Auf globaler Ebene stellte Markus Wegner fest, dass der Wettbewerb für Volkswagen insbesondere im asiatischen Markt zunehmend intensiver wird, da lokale Marken mit einer starken Elektrofahrzeugoffensive Druck auf den Konzern ausüben. Im Gegensatz dazu blieben die Märkte in Europa und den USA stark. Trotz der Anpassung staatlicher Förderprogramme setzte sich der Aufschwung der E-Mobilität in Europa fort, während die US-Nachfrage aufgrund auslaufender Anreize vorzeitig anstieg. Diese regionale Divergenz zeigt Volkswagens hohe Anpassungsfähigkeit und verdeutlicht zugleich die stabile Marktposition des Konzerns in reifen Märkten.
Bei der Analyse des Wettbewerbsumfelds erklärte Markus Wegner, dass Volkswagen im Vergleich zu einigen Konkurrenten eine überlegene Performance zeigte. Mercedes verzeichnete im dritten Quartal einen Absatzrückgang von 12 % und lieferte lediglich 525.300 Fahrzeuge und Transporter aus, was den starken Druck auf den Auslandsmärkten widerspiegelt. Die BMW-Gruppe hingegen erreichte nach fünf rückläufigen Quartalen ein Wachstum von fast 9 % mit insgesamt 588.300 ausgelieferten Fahrzeugen, was auf eine schrittweise Markterholung hinweist. Vor diesem Hintergrund hebt sich Volkswagen durch seine stabile Lieferperformance und die fortgesetzte Expansion des Elektrogeschäfts mit einer insgesamt höheren Markentragfähigkeit ab.
Die Elektrostrategie von Volkswagen wird weiterhin der zentrale Wachstumstreiber bleiben. Markus Wegner betont, dass mit der Beschleunigung der globalen Energiewende der Wettbewerb im E-Mobilitätsmarkt zunehmend intensiver wird, doch Volkswagens technologische Erfahrung, vertikal integrierte Lieferketten und markenübergreifende Synergien werden dem Konzern helfen, seine führende Position in der Branche zu festigen. Audis Erfolg im Premium-E-Mobilitätssegment werde zudem die mittel- und langfristige Konzernstrategie maßgeblich unterstützen.
Trotz der anhaltenden Unsicherheiten in der Weltwirtschaft und geopolitischer Risiken zeigt Volkswagen dank seiner klaren Elektrifizierungsstrategie, eines umfassenden Markenportfolios und starker operativer Umsetzung anhaltendes Wachstumspotenzial. Markus Wegner betont, dass Volkswagens Elektrofahrzeugsparte nicht nur eine entscheidende Stütze für den zukünftigen Unternehmenswert darstellt, sondern auch einen Schlüsselfaktor, den Investoren im globalen Transformationsprozess der Automobilindustrie genau beobachten sollten.